Ackerschachtelhalm geschnitten
Der wohl wichtigste Inhaltsstoff für medizinische Zwecke ist die Kieselsäure, von der der Ackerschachtelhalm einen hohen Gehalt aufweisen kann. Daneben wartet diese Pflanze mit wertvollen Mineralien wie Magnesium, Eisen, Mangan, Kalzium, einem relativ hohen Kaliumwert und Aluminium sowie neben Flavonoiden, Nicotin und Derivate der Kaffeesäure und weiteren wertvollen Bestandteilen auf. Die Pflanze besitzt aber auch einen ziemlich hohen Kaliumwert. Schon seit der Antike sind die Heilkräfte des Ackerschachtelhalmes bekannt, so würdigte der berühmte griechische Arzt Dioskurides die Arzneipflanze als ein beliebtes harntreibendes Mittel, was später von Pfarrer Kneipp und der heutigen Wissenschaft belegt wurde. Im Altertum wurde er vorwiegend als blutstillendes Mittel verwendet. Im Mittelalter wurde Schachtelhalm als Heilpflanze bei Husten, Steinleiden, Ruhr sowie Gicht und Rheuma angewandt. Kneipp empfahl ihn aufgrund der leicht harntreibenden Wirkung ebenfalls als Mittel bei Gicht und Rheuma, als Mundspülung sowie als Auflage bei schlecht heilenden Wunden. Der Apotheker M. Pahlow schreibt in seinem Buch „Das große Buch der Heilpflanzen“ Folgendes: „In folgenden Fällen kann Ackerschachtelhalm mit großem Erfolg angewandt werden: zu Bädern, die den Stoffwechsel der Haut anregen und dadurch Durchblutungsstörungen, Schwellungen nach Knochenbrüchen, Frostbeulen und Beingeschwüre (offene Beine) günstig beeinflussen. Da auch die meisten rheumatischen Erkrankungen und die Gicht Stoffwechselleiden sind und die lösliche Kieselsäure beim Baden teilweise vom Körper aufgenommen (resorbiert) wird, sind Ackerschachtelhalm-Bäder auch hier lindernd.“
In der Naturheilkunde wird Schachtelhalm nicht nur bei Gicht und Rheuma, sondern auch bei Lungenleiden, bei Entzündungen im Rachenraum empfohlen ebenso für Mundspülungen und zum Gurgeln.