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Majoran spielte schon in der Antike eine sehr große Rolle, nicht nur als Küchen-, sondern auch als Heilkraut. Die Griechen bezeichneten ihn als „Wonne der Berge“, während die alten Römer ihn als „Kraut des Glücks“ benannten. Auch heute noch
kennen viele den Majoran als Gewürz für verschiedene Speisen wie Bratkartoffeln sowie andere Kartoffelgerichte, diverse Aufläufe, Bohnengerichte usw., auch in Quark oder Mayonnaise ist er eine beliebte Zutat. Und seine Bedeutung als Heilkraut hat er sich bis in die heutige Zeit erhalten. Nicht umsonst heißt es, dass Majoran und Langlebigkeit Hand in Hand gehen.
Majoran ist in der Küche nicht nur wegen seiner Geschmacksbereicherung für Speisen beliebt, sondern weil er auch die Verdauung fördert und Blähungen entgegenwirkt. Dies ist auch ein Grund, dass er schon seit der Antike vor allem bei fettigen Speisen eingesetzt wurde. Die große Bedeutung, die er schon seit eh und je in der Küche besitzt, spiegelt sich in Volksnamen wie Bratenkräutel, Kuttelkraut oder Wurstkraut wider. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen dieser faszinierenden Pflanze gehört das ätherische Öl (Majoranae aetheroleum), welches ebenfalls den verschiedensten physischen und psychischen Beschwerden ein wertvoller Helfer ist.
Ätherisches Majoranöl hat derart viele Wirkungsweisen, dass es nicht einfach ist, sie alle zu benennen. Es wirkt immunstimulierend, antibakteriell, entkrampfend, blutdrucksenkend, wärmend, antifungal, verdauungsfördernd, schmerzlindernd, gefäßerweiternd und durchblutungsfördernd, entwässernd, nervenstärkend, antidepressiv sowie beruhigend und ausgleichend für das zentrale Nervensystem. Dies zeigt schon an, dass auch die Bandbreite für die Verwendung bei den verschiedensten gesundheitlichen Problemen (körperlich und seelisch) sehr umfassend ist.
Im körperlichen Bereich findet das Öl seine Anwendung bei Gelenk- und Muskelverspannungen und diesbezüglichen Schmerzlinderung, bei dyspeptischen Beschwerden (Blähungen, Völlegefühl, Sodbrennen, Appetitlosigkeit u.a.) sowie zur Linderung von Rheuma- sowie bei Kopf- und Menstruationsschmerzen, bei Muskelkrämpfen, Kontrakturen sowie bei Osteoarthritis. Es wirkt herzstärkend und blutdrucksenkend, schleimlösend, fördert die Menstruation und hilft bei schlecht heilenden Wunden aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften. Seine schleimlösende Wirkung ist bei der Behandlung von Erkältungskrankheiten sehr beliebt.
Auch im seelischen Bereich kann das ätherische Majoranöl punkten. So wirkt es beruhigend und entspannend und ist bei nervöser Unruhe bzw. nervös bedingten Schlafstörungen ein wertvoller Helfer. Es gilt als nervenstärkend, hilft beim Abbau von Ängsten, Stress, Anspannung sowie Reizbarkeit und Hyperaktivität. Auch beim Abbau von Süchten oder von zwanghaftem Denken wird es zur Unterstützung in der Aromatherapie gern eingesetzt. Majoran regt die Serotoninproduktion an. Serotonin gilt als Glückshormon, welches beruhigend wirkt und das Wohlbefinden steigert, die Gedächtnisleistung stimuliert und schlaffördernd wirkt. Ein Mangel an Serotonin, der als Neurotransmitter bei der Übermittlung von Nachrichten zwischen den Gehirnzellen fungiert, kann zu Angstzuständen, Aggressivität, nervöser Unruhe, Reizbarkeit und schlechter Laune führen.
In vielen Beschreibungen dieses ätherischen Öles wird seine aphrodisierende Wirkung beschrieben. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass laut der griechischen Sage Aphrodite, die Göttin der Liebe und Schönheit, den Majoran als Symbol der Glückseligkeit bezeichnete und es heute in Griechenland noch üblich ist, frisch verheirateten Paaren Majoran-Girlanden um den Hals zu hängen. Auch der griechische Gott der Hochzeit namens Hymenaios wird oft mit einem Majorankranz dargestellt. Ebenso wird darauf verwiesen, dass auch Hildegard von Bingen die Wirkung von Majoran schätzte und es als Aphrodisiakum empfahl. Da aber in diesen Berichten davon gesprochen wird, dass sie das Kraut als „Wohlgemut“ bezeichnete, liegt die Vermutung nahe, dass es sich dabei eher um den „Falschen Majoran“, nämlich den Gemeinen Dost (Origanum vulgare), gehandelt hat, der sich mit diesem Namen schmückt. Das ätherische Majoranöl hat nämlich keine aphrodisierende, sondern eine an-aphrodisische Wirkung, das heißt, es steigert nicht den Geschlechtstrieb, sondern es dämpft diesen. Deshalb wird Origanum majorana auch in pflanzlichen Medikamenten, gemeinsam mit anderen Kräutern, eingesetzt, um den Sexualtrieb bei jungen männlichen Hunden zu mildern und die sexuelle Energie zu reduzieren.
Hinweis:
ätherische Öle nie unverdünnt anwenden,
aufgrund seiner entkrampfenden Wirkung nicht in der Schwangerschaft verwenden
für Säuglinge und Kinder unter 6 Jahren nicht geeignet
Majoranöl kann bei empfindlicher Haut zu Hautirritationen führen