Melisse
Die Melisse galt schon bei den alten Griechen und Römern als bewährtes Heilkraut und als es aus dem mediterranen Raum in unsere Breiten kam und von den Benediktinermönchen in den Klostergärten angebaut wurde und später in jedem Bauerngarten zu finden war, schrieb auch die bekannte Hildegard von Bingen über diese Pflanze, dass jeder, der diese Pflanze isst, gern lachen wird, „weil ihre Wärme die Milz angreift und das Herz dadurch freudig öffnet“. Traditionell werden die frischen oder getrockneten Blätter innerlich und äußerlich in Form von Tees, Salben, Tinkturen usw. verwendet. Das Kraut wirkt keimtötend, entspannend und beruhigend, hilft bei nervös bedingten Schlafstörungen und gilt als angstlösend. Die entspannende Heilkraft wirkt sich nicht nur auf die Psyche, sondern auch auf die Muskulatur des Verdauungstraktes aus. Hervorzuheben ist besonders seine antivirale Wirkung zur Bekämpfung von Lippenherpes, welches nicht nur durch Forscher der Universität Heidelberg in einem Laborversuch, sondern auch in der Praxis sich mehrfach bewiesen hat. Vor allem die Blätter enthalten ein wirkungsvolles ätherisches Öl sowie einen Bitterstoff, die anregend, entkrampfend und antiviral wrken.