Schöllkraut geschnitten
Die Signaturlehre zeigt, dass Schöllkraut wirksam ist bei Problemen von Galle, Milz und Leber. Bekannt ist, dass der bekannte Maler Albrecht Dürer, der an einer chronischen Malaria litt und dadurch Probleme mit Leberschwellungen und einem Milztumor hatte, durch Einnahme von Schöllkraut geheilt wurde. Schöllkraut gilt vor allem im frischen Zustand als giftig, hier spielt vor allem der gelbe Saft eine große Rolle, der aber während des Trocknungsprozesses diese Wirkung verliert. Schöllkraut hat leicht krampflösende, entzündungshemmende, schmerzlindernde und gallenflussanregende Wirkstoffe, die ihn schon zu früheren Zeiten zu einem Heilmittel machten. Heute wie man, dass Schöllkraut auch viren- und bakterienhemmend wirkt sowie die Zellteilung vermindert. Letztere Wirkung gab Schöllkraut den Ruf, auch bei Krebs wirksam zu sein. Dazu liegen wiederum unterschiedliche Studien vor. Schöllkraut gehört aufgrund seiner Alkaloide heutzutage zu den Giftpflanzen. Auch hier ist es wie bei vielen anderen Dingen: Die Dosis macht das Gift. Das BGA (die frühere Kommission E) bestätigt ebenfalls die Wirkung von Schöllkraut bei Darm- und Magenbeschwerden sowie Gallestauungen. Von einer Selbstmedikation sollte trotzdem abgeraten werden. Gut soll sich Schöllkraut in Salben verarbeitet zur Bekämpfung von Warzen, besser noch bei Hühneraugen bewährt haben.